Die Gebühren für anwaltliche Dienstleistungen richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). In Einzelfällen schlagen wir Honorarvereinbarungen vor.

Kostensicherheit vor Mandatsübernahme
Wir sind der Ansicht, dass unsere Mandanten vor der Übertragung eines Mandats einen Überblick über die zu erwartenden Anwalts- und Gerichtskosten benötigen. Sprechen Sie deshalb mit uns: Wir ermitteln mit Ihnen die Gebühren anwaltlicher Beratung und Vertretung. Im Falle einer streitigen Auseinandersetzung kalkulieren wir die Gerichts- und Anwaltskosten und wägen das Prozessrisiko ab, damit Sie einen Streitfall auch wirtschaftlich einschätzen können.

Erstberatung
Bislang galten für die Beratungen feste Sätze. Das ist nun anders. Bei allen außergerichtlichen Beratungen sollen Anwälte und Mandanten nun über das Honorar verhandeln und eine Vergütungsvereinbarung treffen. Die Gebühr für die anwaltliche Beratung kann darin entweder pauschal oder in Abhängigkeit vom zeitlichen Aufwand des Anwaltes festgelegt werden. Kommt keine Vereinbarung zustande, darf der Rechtsanwalt für Beratungen oder schriftliche Gutachten höchstens 250 € und für eine Erstberatung maximal 190 € berechnen.

Im Regelfall und soweit gesetzliche Vorschriften nicht entgegenstehen betragen die Kosten für die anwaltliche Erstberatung ca. 50,00 € zzgl. Mehrwertsteuer.

Kostenübernahme durch die Rechtsschutzversicherung
Je nach Art und Umfang Ihrer Rechtsschutzversicherung sind weite Teile der u.U. entstehenden anwaltlichen Gebühren abgedeckt. Unsere Kanzlei arbeitet mit allen in Deutschland vertretenen Rechtsschutzversicherern vertrauensvoll zusammen. Deckungsanfragen und Kostenübernahmefragen können deshalb schnell und unproblematisch geklärt werden.

Freie Anwaltswahl trotz Rechtsschutzversicherung

Ganz gleich bei welcher Gesellschaft Sie rechtsschutzversichert sind, steht Ihnen das Recht der freien Anwaltswahl zu. Wenn einzelne Gesellschaften Ihnen eigene Vertragsanwälte vorschlagen, so stellen diese Vorschläge bloße Empfehlungen dar. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten des Rechtsstreites übernimmt, stellen wir die Deckungsanfrage für Sie und klären mit der Rechtsschutzversicherung auftretende Fragen direkt.

Kostenübernahme durch die Gegenseite

In einer Vielzahl von Fällen ist die Gegenseite verpflichtet, die Kosten anwaltlicher Vertretung und Beratung zu übernehmen. So muss zum Beispiel im Falle des Verzuges Ihr Gegner Ihre Anwaltskosten als notwendige Kosten der Rechtsverfolgung tragen. Nach einem Verkehrsunfall, bei dem die Schuldfrage geklärt ist, muss die Gegenseite bzw. deren Haftpflichtversicherung Ihre Anwaltskosten in vollem Umfange tragen. Die Kostenübernahme durch den Gegner ist im Bereich des Arbeitsrechts vor dem Arbeitsgericht nicht möglich. In der ersten Instanz trägt jede Partei die ihr entstehenden Rechtsanwaltskosten allein, wobei eine Kostenübernahme durch Rechtsschutzversicherungen oder ein Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe möglich ist.

Prozessfinanzierung
Seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit, aussichtsreiche Rechtstreitigkeiten im Klageverfahren über einen sog. Prozessfinanzierer (z.B. die Foris AG – www.foris.de) finanzieren zu lassen, der dafür im Falle des Obsiegens einen Teil der erstrittenen Summe erhält. Wir arbeiten mit einigen Prozessfinanzierern zusammen und geben Ihnen die Möglichkeit, derartige Anträge prüfen zu lassen.

Prozesskostenhilfe
Für gerichtliche Verfahren kann bei geringen Einkommens -und Vermögensverhältnissen Prozesskostenhilfe bewilligt werden. Über den Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe entscheidet das Gericht. Wird der Antrag abgewiesen, müssen Sie die durch unsere Beauftragung entstandenen Gebühren tragen.

Sofern Sie gewinnen, ist der Gegner verpflichtet, die von Ihnen verauslagten Anwaltsgebühren und Gerichtskosten zu ersetzen. Verlieren Sie, müssen Sie zusätzlich zu Ihren eigenen Anwaltsgebühren und den Gerichtskosten auch die Anwaltsgebühren der Gegenseite tragen.

Arbeitsgerichtlicher Prozess
Bitte beachten Sie, dass im arbeitsgerichtlichen Prozess erster Instanz jede Partei unabhängig vom Ausgang des Rechtsstreits ihre Kosten selbst tragen muss. Eine Erstattung der Anwaltsgebühren durch den Unterliegenden kommt also nicht in Frage; entsprechend droht für den Fall der Niederlage nicht die Übernahme der Kosten des Gegners.

Die für einen Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe erforderlichen Formulare können Sie hier herunterladen: www.bmj.de/media/archive/838.pdf.